maxblue Depotübertrag: Ablauf, Prämie und Details

maxblue ist der Online-Broker der Deutschen Bank. Wer ein Depot bei maxblue eröffnet oder Wertpapiere zu maxblue überträgt, darf sich nicht wundern, dass er Post nur mit dem Absender und Logo der Deutschen Bank erhält.

Wir haben selber ein Depot zu maxblue übertragen und erklären in diesem Artikel den Ablauf und eventuelle Fallstricke. Außerdem weisen wir auf Prämien für den Depotübertrag zu maxblue hin.

Aktuelle Prämien zum Depotwechsel bzw. Wertpapierübertrag bei maxblue

Der Depotanbieter maxblue (Tochterunternehmen der Deutschen Bank) bietet bereits seit längerer Zeit eine interessante Prämienaktion für den Depotwechsel bzw. Übertrag von Wertpapieren an.

  • 0,5% Prämie auf den Wert der zu maxblue übertragenen Wertpapiere

Früher zahlte maxblue bis zu 2.500€ an Prämie aus. Inzwischen wurde die Prämienhöhe auf maximal 500€ begrenzt, die bereits bei einem übertragenen Depotwert von 100.000€ erreicht ist. Wer einen höheren Depotwert übertragen, und das Maximum an Prämie erhalten möchte, der sollte sich in unserem Artikel zum Depotwechsel mit Prämie informieren.

zum Depotübertrag

Wie kann man Wertpapiere ins maxblue Depot übertragen lassen?

Wer bisher noch kein Kunde bei maxblue ist, muss zu erst ein Wertpapierdepot bei dem Anbieter eröffnen. Am besten informiert man sich zu erst über die Konditionen von maxblue. Das benötigte Formular zum Übertrag von Wertpapieren findet man direkt im Online-Banking-Bereich von maxblue. Eine Depoteröffnung vor dem Übertrag ist somit notwendig, auch weil die Depotnummer des maxblue Depots im Formular eingetragen werden muss. Der Antrag kann nicht bereits mit den Eröffnungsunterlagen zu maxblue gechickt werden.

Depotwechsel zu Maxblue - Schritt für Schritt Anleitung

Im Online-Brokerage-Bereich von maxblue finden Kunden den online Antrag zum Depotübertrag. Dieser Antrag muss vollständig ausgefüllt, ausgedruckt, unterschrieben und an maxblue bzw. die Deutsche Bank geschickt werden, damit die gewünschten Wertpapiere oder das gesamte Aktiendepot übertragen werden können.

Schritt 1 Maxblue Depotübertrag

Das online Formular für den Depotübertrag zu maxblue ist etwas anders aufgebaut als bei der direkten Konkurrenz. Die erste Seite beginnt mit den Angaben zum alten Depot aus dem die Wertpapiere übertragen werden sollen und den Angaben zur eigenen Person ("Angaben zum Auftraggeber" abgeschnitten am unteren Rand des Bildes). Beim abgebenden Insititut muss der Name und die Anschrift der alten Bank bzw. des alten Brokers eingetragen werden. Am besten nimmt man die Adresse, die in den eigenen Depotunterlagen genannt wird. Fehler sind schwer zu machen, da maxblue es sicherlich schafft mit der richtigen Stelle Kontakt aufzunehmen, wenn sie den korrekten Namen des alten Brokers genannt bekommt.

Depotübertrag Maxblue 1. SeiteSchritt 2 Maxblue Depotübertrag

Auf der zweiten Seite des online Antrags müssen die Kundennummer, die Unterdepotnummer und die zum maxblue Depot passende Bankleitzahl eingetragen werden. Bei diesem Schritt ist ersichtlich, dass ein Depotübertrag zu maxblue erst nach der vollständigen Eröffnung möglich ist. Neukunden müssen daher zu erst ein Wertpapierdepot bei maxblue eröffnen, um den Übertrag von Wertpapieren aus einem anderen Depot veranlassen zu können.

Die notwendigen Daten findet man in den Unterlagen zum maxblue Depot, die einen auf dem Postweg zugehen.

Maxblue Depotübertrag 2. Seite

Schritt 3 Maxblue Depotübertrag

Im dritten Schritt wird man nach der Art des Übertrags gefragt. Üblicherweise überträgt man Wertpapiere aus einem eigenen Depot in ein anderes, ebefalls eigenes Depot (Punkt 1: Übertrag ohne Gläubigerwechsel). Steuerlich ist dabei nichts zu beachten. Die Ankaufskurse und der Kaufzeitpunkt werden von der alten Depotbank übertrage und später bei maxblue hinterlegt.

Soll beim Depotübertrag jedoch ein Eigentümerwechsel stattfinden, wie z.B. durch den Übertrag auf einen Familienangehörigen oder einen Dritten, sollte man sich unebdingt mit (s)einem Steuerberater in Verbindung setzen. Ein paar Anmerkungen dazu finden Sie auch bei uns (hier).

Weiter unten auf der dritten Seite des Formulars kann man angeben, ob man sämtliche Wertpapiere des alten Depots oder nur spezielle Papiere übertragen lassen möchte. Markiert man den Punkt "Nachfolgend genannte Wertpapiere" kann man die gewünschten Papiere unter der Nennung der Wertpapierkennummer (WKN), dem Namen des Unternehmens und der gewünschten Stückzahl (man kann z.B. auch nur 100 seiner insgesamt 200 XY Aktien übertragen lassen) nennen.

Beispiel: WKN 519000, Bezeichnung BMW Aktie, Stückzahl 25

Maxblue Depotübertrag 3. Seite

Schritt 4 Maxblue Depotübertrag

Beim nächsten Punkt muss man angeben, ob eventuelle Verlusttöpfe übertragen werden sollen. Bei den Verlusttöpfen ist keine nur anteilige Übertragung möglich. Im Gegensatz zu seinem Freistellungsauftrag kann man Verlusttöpfe nicht auf verschiedene Banken oder Depots aufteilen. Möchte man sein altes Depot schließen, sollte man auf jeden Fall alle drei Punkte ankreuzen. Ansonsten muss man abwegen, für welches Depot man die Verlustverrechnung, falls überhaupt Verlusttöpfe existieren, nutzen möchte.

Maxblue Depotübertrag 4. Seite

Schritt 4 Maxblue Depotübertrag

Im letzen Schritt kann man seine gemachten Angaben nochmal kontrollieren. Anschließend kann man sich den Antrag in Form einer PDF-Datei erstellen lassen und diesen speichern und sofort oder später ausdrucken. Der unterschriebene Vertrag muss nun an maxblue bzw. die Deutsche Bank geschickt werden, die sich um alle weiteren Schritte kümmert.

Zum einen wird der alte Depotanbieter über den Übertrag der Wertpapiere informiert und um Freigabe gebeten. Die Wertpapiere werden nicht von einer Bank oder einem Broker, sondern bei speziellen Verwahrstellen verwaltet, die die neue Bank eintragen müssen. Dieser Vorgang kann je nach Wertpapier und Verwahrstelle bis zu ein paar Wochen dauern.

 

Maxblue Depotübertrag 5. Seite

Kostet es etwas Wertpapiere zu maxblue zu übertragen?

Weder die abgebende Bank darf Gebühren für die Übertragung der Wertpapiere nehmen (gesetzlich so entschieden, um die Hürden für einen Bankwechsel gering zu halten), noch nimmt maxblue eine Gebühr für den Depotwechsel bzw. den Übertrag. Banken sind sehr an Neukunden mit Wertpapieren interessiert und bieten daher in der Regel sogar Prämien an, wenn ein Depotübertrag zu ihnen stattfindet.

Allerdings können die weiter oben erwähnten Verwahrstellen Gebühren für den Übertrag der Wertpapiere nehmen. In manchen Fällen leiten die Banken diese Gebühren an die Kunden weiter. Bei unserem Übertrag zu maxblue wurden uns für zwei ausländische Aktien (Südafrikanischer Goldminenbetreiber) Kosten von wenigen Euros in Rechnung gestellt. Dies lag an der ausländischen Verwahrstelle der Wertpapiere. Die möglichen Gebühren sind unser Erfahrung nach jedoch sehr gering.

Was kostet der Depotübertrag aus dem Ausland?

Das angesprochene Verbot für die abgebende Bank Gebühren für den Depotübertrag Gebühren zu erheben bezieht sich nur auf deutsche Banken bzw. Broker. Ist man Kunde bei einem ausländischen Anbieter und möchte einzelne Wertpapiere oder sein gesamtes Depot zu maxblue übertragen, so können sehr wohl Gebühren anfallen. Die Gebühren werden in der Regel vom ausländischen Depotanbieter direkt genannt und werden dem Kunden entweder direkt belastet oder durch den neuen Depotanbieter übernommen und dem Kunden weiterbelastet.

Der niederländische Broker Degiro verlangt z.B. 10€ je Wertpapierposition, die auf ein anderes Depot übertragen werden sollen. Solche Gebühren werden nicht von maxblue übernommen. Unseres Wissens nach ist der S-Broker der einzige Depotanbieter, der zumindest Kosten für den Depotübertrag aus dem Ausland bis maximal 150€ übernimmt.

Wie sind die Erfahrungen mit dem Depübertrag zu maxblue

Unsere Erfahrungen mit dem Depotwechsel zu maxblue sind als gut zu bezeichnen. Sämtliche Wertpapiere und Verlusttöpfe wurden korrekt übertragen, was allerdings bisher auch bei jedem anderen Anbieter problemlos geklappt hat.

Der einzige Kritikpunkt ist die fehlende Rückmeldung seitens maxblue über den Erhalt des Formulars zum Depotübertrag und die etwas längere Wartezeit von ca. 2 bis 3 Wochen, bis die ersten Wertpapiere im Depot eingebucht wurden.

Die längere Wartezeit können allerdings auch an der abgebenden Bank gelegen haben. Die zu übertragenen Wertpapiere waren zwischenzeitlich noch über das alte Depot handelbar, so dass nur ein Zeitfenster von ca. 2 bis maximal 4Tagen bestand, an denen man bestimmte Wertpapiere nicht hätte veräußern können.

 

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